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Whole-Body Hypothermia for Neonatal Encephalopathy in Preterm Infants 33 to 35 Weeks‘ Gestation: A Randomized Clinical Trial.

Fragestellung
Welche Rolle spielt die therapeutische Hypothermie bei Frühgeborenen (33–35 SSW) mit moderater bis schwerer hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie (HIE)?

Methode
Randomisierte klinische Studie mit Frühgeborenen zwischen 33 und 35 Schwangerschaftswochen mit moderater oder schwerer HIE.
Randomisierung zu:
Hypothermie (33,5 °C für 72 Stunden, Beginn < 6 Stunden postnatal)
Normothermie (~37 °C)
Primärer Endpunkt: Tod oder moderate/schwere Behinderung im Alter von 18–22 Monaten.

Ergebnisse
Primärer Endpunkt: 35 % (Hypothermie) vs. 29 % (Normothermie) → kein Nutzen
Sterblichkeit numerisch höher in der Hypothermiegruppe

Bayesische Analyse:

74 % Wahrscheinlichkeit für schlechteres Outcome unter Hypothermie
87 % Wahrscheinlichkeit für höhere Sterblichkeit

Fazit
Bei Frühgeborenen zwischen 33 und 35 SSW mit HIE zeigte die therapeutische Hypothermie keinen Nutzen hinsichtlich Tod oder neurologischem Outcome. Die Daten sprechen gegen einen routinemäßigen Einsatz in dieser Patientengruppe.

Bedeutung für die Praxis

  • Therapeutische Hypothermie sollte bei < 36 SSW sehr zurückhaltend eingesetzt werden
  • Kein evidenzbasierter Nutzen in dieser Gestationsgruppe
  • Etablierte Indikationen gelten weiterhin primär für reifere Neugeborene